Schmerztagebuch
Menschen mit Kopfschmerzen/Migräne wird oftmals geraten ein Schmerztagebuch zu führen. Ich selbst habe das auch schon über Monate hinweg mehrfach in meiner „Schmerzkarriere“ getan und bin immer wieder zu dem Schluss gekommen, dass es interessant sein kann, aber dass es mir letztendlich nicht gut tut.
Einerseits kann man durch das Tagebuchführen Schmerz-/Migräne-Trigger herausfinden, dazu muss man aber meiner Meinung nach weit mehr als das klassische Schmerztagebuch führen. Ich hatte es deshalb um den Zyklus, Nahrungsmittel (was ich wann gegessen/getrunken hatte), wann ich welche Medikamente/Nahrungsergänzungsmittel genommen habe, sportliche Aktivitäten, Menschen mit denen ich mich an den einzelnen Tagen umgeben hatte, außergewöhnliche Situationen (z.B. Therapie-Termine, Ärger, Stresssituationen, usw.) erweitert. Wenn man das dann nach mehreren Monaten auswertet, kann man eventuell wirklich feststellen, was den Schmerz triggert und dann gegensteuern.
Andererseits beschäftigt man sich mehrmals am Tag mit dem Schmerzgeschehen, was bei mir gefühlt jedes Mal den Schmerz „verstärkt“ hat, je mehr ich mich damit beschäftigt habe.
Ich denke also, dass das jeder für sich selbst entscheiden muss, ob man ein Schmerztagebuch führt oder nicht.