06.-10.06.2025: 1. und 2. Artesunat Infusion und Ergebnis der 3. BE
Am Freitag vor Pfingsten bekam ich die erste Artesunat-Infusion und im Anschluss direkt eine Vitamin-C-Infusion mit 15 anstatt 30 g Vitamin C. Beides schien ich gut zu vertragen. Die Betonung liegt auf „schien“…
Am Pfingstwochenende hatte ich dann das Gefühl und Empfinden, dass meine Brust wieder etwas dicker und das Gewebe nicht mehr ganz so geschmeidig wie die Tage zuvor war, außerdem hatte ich das ganze lange Pfingstwochenende starke Kopfschmerzen. Ich dachte mir, dass das vielleicht am Zyklus lag, da meine Periode „vor der Tür“ stand, noch konnte ich nicht wissen, dass das mit der Artesunat-Vitamin-C-Kombi in Zusammenhang stand.
Am Dienstag nach Pfingsten gab es die 2. Artesunat Infusion, wieder mit einer Vitamin C Infusion, diesmal 30 g, direkt im Anschluss.
Nachts ging es dann los…..ich bekam massive Schmerzen auf Höhe des rechten Brustbein, 3. und 4. Rippe, an Schlaf war aufgrund der Schmerzen nicht mehr zu denken. In den Morgenstunden kamen dann massive Kopfschmerzen dazu. Morgens wachte ich klatschnass geschwitzt auf und kam kaum aus dem Bett, ich fühlte mich wie von einem Zug überrollt. Mir tat alles weh, der ganze Körper war völlig fertig. Die Schmerzen in der Brust und Kopf waren aber am schlimmsten. Ich schleppte mich ins Bad und zog mein T-Shirt über den Kopf um mir meine Brust wie jeden Morgen mit dem Guyabano AntiAge Serum einzureiben, dabei fielen mir fast die Augen aus dem Kopf. Meine Brust war knallrot, geschwollen und so heiß, da hätte man Frühstückseier drauf braten können. Ich war geschockt!
Nach dem ersten Schock kam mir dann das Artesunat in den Sinn. Allerdings hatte man mich mittels Applied Kinesiology Test getestet gehabt. Es konnte also eigentlich nicht sein, dass ich darauf reagierte, war aber wohl definitiv so. Die Rötung zog sich sogar bis über den Rippenbogen. Mein Frühstück bekam ich kaum runter, nach der Hälfte wurde mir übel. Den ganzen Tag war ich zudem ziemlich wackelig auf den Beinen und hatte massiv mit dem Kreislauf zu kämpfen.
Natürlich informierte ich sofort Dr. von Andrenyi. Der war im Anschluss auch völlig aus dem Häuschen und konnte sich die Reaktion gar nicht erklären, „das habe er bisher so noch nie erlebt!“ Er hatte Angst, dass sich der Krebs ausbreitete und dass es keine Reaktion auf das Artesunat war. Er drängte mich dazu, am Freitag anstatt der nächsten Artesunat Infusion bei meiner Frauenärztin einen Ultraschall machen zu lassen.
Am Donnerstag ging es mir ehrlich gesagt kaum besser als am Mittwoch. Mittwochabend war ich mit Schüttelfrost ins Bett gegangen und morgens wieder klatschnass geschwitzt aufgewacht. Alle aufgezählten Symptome waren noch immer vorhanden und ich hatte die 2. Nacht mit wenig Schlaf hinter mir, was das Ganze nicht unbedingt besser machte.
Heute stöberte ich im Netz die Produktinformationen in Bezug auf Artesunat Infusionen durch und siehe da, ich wurde fündig:
1. Ich war 2x überdosiert gewesen: je kg Körpergewicht sollten 4 mg Artesunat verabreicht werden, was bei mir 204 mg und nicht 250 mg gewesen wären, folglich war ich beide Male knapp 20% überdosiert gewesen.
2. Ich las, dass es zu Wechselwirkungen mit Vitamin C kommen kann, weshalb ein Zeitabstand von mindestens einer Stunde zwischen der Artesunat Infusion und Vitamin C eingehalten werden soll. Bingo, bei mir wurde die Vitamin-C-Infusion beide Male direkt nach der Artesunat-Infusion verabreicht. Nun war mir klar, weshalb ich trotz AK Test so krass auf das Artesunat reagiert hatte und dass es definitiv eine Reaktion auf die Infusionen war und nicht dass der Krebs sich ausbreitete.
Am Dienstagabend, 06.06.2025, bekam ich das Ergebnis der 3. Blutentnahme. Der Apo10 und TKTL1 waren stabil. Die Krebsmarker und die Werte fürs Immunsystem zeigten eine leichte Verbesserung. Nichts desto trotz gab mir Dr. von Andrenyi weiterhin den Ratschlag, mich schnellstmöglich operieren zu lassen.